Das Bistro im Ort, in dem abends unser Stricktreffen immer stattfindet, ist zur Zeit wegen Urlaub geschlossen. Also sind wir in ein anderes Café ausgewichen. Außer dem guten Tageslicht -wir saßen unterm Glasdach- gab es dort nichts, was uns dazu bewegen könnte, wieder hinzugehen, stimmt's? Mehr meckern will ich jetzt lieber nicht.
Dafür wurden wir gestern fürstlich belohnt: In Landau gibt es ein ganz tolles Café namens
Parezzo mit wunderbarem, hausgeröstetem Kaffee, feinen Teesorten, leckerem Gebäck und Kuchen und das alles in einem stilvollen Ambiente. Ein Bonbon: Es hat dort niemanden gestört, dass an einem Tisch in der Ecke vier Frauen saßen, mit Strick- und Nähnadeln in den Händen.
Also, ihr drei Freundinnen der Strickkunst, falls wir uns mal wieder morgens treffen können, ihr wisst wo ich hin will ...
schließlich gibt es unser Strick-Café Wollzuber ja (noch?) nicht ;-) ...
Danach gingen Petra und ich ins nächste Wollgeschäft, da ich noch einige Knäuel Garn für eine Mütze benötigte. Und jetzt kommt meine Sonnen-Lavinia ins Spiel. Die Verkäuferin fragte mich: "Och, welches tolle Strickkleid haben denn Sie an?" Ich erwiderte: "Danke, hab ich selbst gemacht" und musste lachen. Die Dame wieder: "Ist die Wolle von uns?" "Nein, die hatte ich noch im Stas... äh, die hatte ich noch vorrätig." "Ist die maschinengestrickt?" Hab verneint und ihr kurz den Aufbau der Tunika erklärt und wollte noch ein bisschen Werbung für die Fadenstille machen, da musste sie aber schon zur nächsten Kundin.
Ich kenne mich nicht aus. Gibt es Strickmaschinen, die solche Verkreuzungen machen können?
Nach wie vor finde ich das Design von Anett wunderschön und äußerst gelungen! Es hat soviel Spaß gemacht, die Tunika zu stricken. Dass ich begeistert bin, merkt man auch daran, dass ich nicht aufhören konnte zu stricken, viel zu schnell war die Tunika fertig :-)
Hier ein paar Fotos. Das Gelb ist in Wirklichkeit viel klarer und heller als auf den Bildern, konnte ich aber leider so nicht einfangen:
Insgesamt gibt es bei mir 29 Blätter:
Den Bund habe ich nur 10 Reihen hoch gearbeitet:
Nach drei Seitenzunahmen unter den Armen war die erforderliche Weite von 53 cm erreicht. Danach habe ich gerade weitergestrickt. Erst in Hüfthöhe begann ich wieder mit den Zunahmen, insgesamt dreimal in jeder 24. Runde.
Für das Blumenmuster wurden auf jeder Seite noch jeweils eine Masche zugenommen, das ergab eine Gesamtzahl von 330 Maschen.
Aufgrund der geraden Maschenzahl hatte ich für den 8-Maschen-Ärmelrahmen auf der einen Seite eine linke Masche nach dem glatt-rechts Bereich und auf der anderen Seite eine rechte statt einer linken Masche. Damit der Rahmen symmetrisch wird, habe ich eine Masche links verschränkt zwischen dem glatt-rechts Bereich und der rechten Masche vom Ärmelrahmen aus dem Querfaden herausgestrickt und am Rand eine rechts überzogene Abnahme gestrickt. Ok - alles klar? ;-)
Danke, Anett!
Notizen:
Größe 44, Anschlag 117 M, 29 Blätter
Gesamtlänge der Tunika: ca. 75 cm
Garnmenge: 12 x 50 g "Palma" von schoeller + stahl, Farbe 05 Sonne
Verwendete Nadelstärken: Rundpasse mit 3,0 mm, Tunika mit 3,5 mm